Klerus

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Klerus (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Klerus
Genitiv des Klerus
Dativ dem Klerus
Akkusativ den Klerus

Worttrennung:

Kle·rus, kein Plural

Aussprache:

IPA:
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Klerus (Info)

Bedeutungen:

Katholizismus: die Gesamtheit der Geistlichen (Kleriker)

Herkunft:

von gleichbedeutend kirchenlateinisch clerus → la im 18. Jahrhundert entlehnt; dies aus griechisch: κλῆρος (klēros→ grcLot, Parzelle, Erbanteil, Klerus“ (auserwählter Stand, dem das Erbe Gottes zugefallen ist)

Synonyme:

Bodenpersonal (scherzhaft); Klerisei

Unterbegriffe:

Weltklerus, Ordensklerus

Beispiele:

„Dies zeigt, daß im fünfzehnten und vielerorts schon im vierzehnten Jahrhundert die Beherrschung der Schrift keineswegs mehr auf den Klerus beschränkt, sondern im Bürgertum verbreitet war.“
„Am nächsten Tag mußte er ein Pontifikalamt zelebrieren, und dabei sah ich seinen gesamten Klerus und auch die Frauen und Männer, die seine Kirche füllten.“
„Sicherlich gilt er zum guten Teil vor allem der katholischen Kirche, insbesondere dem Klerus seiner Zeit, als dessen wenig würdigen Vertreter der Marquis ja schon in früher Jugend den Abbé de Sade, seinen Onkel und Erzieher, kennengelernt hatte.“
„Der Klerus regiert nicht, hat aber Einfluss, mal mehr, mal weniger.“

Wortbildungen:

klerikal, Klerikale, Klerikalismus, klerikalisch, Kleriker, Klerisei

Übersetzungen

Wikipedia-Artikel „Klerus
Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Klerus
Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKlerus

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 413.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 495.
  3. Horst Joachim Frank: Dichtung, Sprache, Menschenbildung. Geschichte des Deutschunterrichts von den Anfängen bis 1945. Band 1. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1976, Seite 20. ISBN 3-423-04271-0.
  4. Giacomo Casanova: Geschichte meines Lebens, herausgegeben und eingeleitet von Erich Loos, Band 1. Propyläen, Berlin 1985 (Neuausgabe) (übersetzt von Heinz von Sauter), Seite 289 f.
  5. Walter Lennig: Marquis de Sade in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1965, Seite 123.
  6. Jan Philipp Reemtsma, in Zusammenarbeit mit Fanny Esterházy: Christoph Martin Wieland. Die Erfindung der modernen deutschen Literatur. C. H. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80070-2, Seite 422.