Optimismus

Hallo, Sie haben hier nach der Bedeutung des Wortes Optimismus gesucht. In DICTIOUS findest du nicht nur alle Wörterbuchbedeutungen des Wortes Optimismus, sondern erfährst auch etwas über seine Etymologie, seine Eigenschaften und wie man Optimismus in der Einzahl und Mehrzahl ausspricht. Hier finden Sie alles, was Sie über das Wort Optimismus wissen müssen. Die Definition des Wortes Optimismus wird Ihnen helfen, beim Sprechen oder Schreiben Ihrer Texte präziser und korrekter zu sein. Wenn Sie die Definition vonOptimismus und die anderer Wörter kennen, bereichern Sie Ihren Wortschatz und verfügen über mehr und bessere sprachliche Mittel.

Optimismus (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Optimismus
Genitiv des Optimismus
Dativ dem Optimismus
Akkusativ den Optimismus

Worttrennung:

Op·ti·mis·mus, kein Plural

Aussprache:

IPA:
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Optimismus (Info), Lautsprecherbild Optimismus (Info)
Reime: -ɪsmʊs

Bedeutungen:

Philosophie: der Glaube, in der besten aller möglichen Welten zu leben
allgemein: eine generell positive Erwartungshaltung bzw. Weltsicht

Herkunft:

nach französisch optimisme (Optimismus) → fr, zu lateinisch optimus (Optimum) → la
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem Substantiv Optimum und dem Suffix -ismus, Suffigierung zum Nomen
Zur Ursprungsbedeutung und zur Begriffsgeschichte: "Den Begriff "optimisme" (deutsch: Optimismus) haben französische Jesuiten im Februar 1737 geprägt, um in polemischer Absicht Leibniz' "Théodicée" weniger zu charakterisieren, als dessen geometrische Behandlung eines theologischen Gegenstandes der Lächerlichkeit preiszugeben. Sie konnten nicht ahnen, daß sie damit einem Wort zum Leben verhalfen, das sich von der metaphysischen Streitfrage seines Ursprungs löste und als eines der populären Schlagworte seit Beginn des 19. Jh. zusammen mit dem danach gebildeten Witzwort Pessimismus die gegensätzlichen Grenzwerte eines vor allem Denken liegenden psychischen oder vitalen Befindens bezeichnet."
Zur Bedeutung : "Heute versteht man unter diesem Begriff im Allgemeinen eine schwache Form des Optimismus, nämlich den Glauben an ein gutes Ende."

Gegenwörter:

Pessimismus

Unterbegriffe:

Fortschrittsoptimismus, Zwangsoptimismus, Zweckoptimismus

Beispiele:

In einem strengen Sinne "ist der Begriff "Optimismus" nur auf die Systeme von Leipniz und Malebranche anzuwenden … Leibniz, der das Wort Optimismus selbst nicht gebraucht, arbeitet mit einem mathematischen Gleichnis: <<Es muß nämlich immer bei den Dingen der Bestimmungsgrund aus dem Maximum oder Minimum gesucht werden, so nämlich, daß die größte Wirkung aus dem geringsten Aufwand sozusagen gezogen werde.>>"
Ein bisschen Optimismus würde unserer Sache nicht schaden.
„Er konnte sich nicht erklären, warum ihn sein Optimismus und sein Humor verlassen hatten.“
„Am Ende ihres Lebens hatten die Protagonisten allen Optimismus verloren.“

Charakteristische Wortkombinationen:

begründeter Optimismus, grenzenloser Optimismus, übertriebener Optimismus, unerschütterlicher Optimismus, ungeheurer Optimismus, verhaltener Optimismus, vorsichtiger Optimismus

Übersetzungen

Wikipedia-Artikel „Optimismus
Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Optimismus
Uni Leipzig: Wortschatz-PortalOptimismus
Duden online „Optimismus
Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Optimismus

Quellen:

  1. Optimismus www.duden.de, abgerufen am 28. November 2014
  2. Joachim Ritter, Karlfried Gründer, Gottfried Gabriel (Herausgeber): Historisches Wörterbuch der Philosophie. Unter Mitwirkung von mehr als 1500 Fachgelehrten. 1. Auflage. Schwabe, Basel 1971-2007, ISBN 978-7-7965-0115-9, Band 6, Seite 1240, Artikel "Optimismus"
  3. Wikipedia-Artikel „Optimismus
  4. Joachim Ritter, Karlfried Gründer, Gottfried Gabriel (Herausgeber): Historisches Wörterbuch der Philosophie. Unter Mitwirkung von mehr als 1500 Fachgelehrten. 1. Auflage. Schwabe, Basel 1971-2007, ISBN 978-7-7965-0115-9, Band 6, Seite 1240
  5. Sabine Bode: Die vergessene Generation. Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen. 3. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-94797-7, Seite 103.
  6. Peter Glotz: Die Vertreibung. Böhmen als Lehrstück. Ullstein, München 2003, ISBN 3-550-07574-X, Seite 50.