Ungleichheit

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Ungleichheit (Deutsch)

Singular Plural
Nominativ die Ungleichheit die Ungleichheiten
Genitiv der Ungleichheit der Ungleichheiten
Dativ der Ungleichheit den Ungleichheiten
Akkusativ die Ungleichheit die Ungleichheiten

Worttrennung:

Un·gleich·heit, Plural: Un·gleich·hei·ten

Aussprache:

IPA:
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Ungleichheit (Info), Lautsprecherbild Ungleichheit (Österreich) (Info)

Bedeutungen:

Zustand, in dem es Unterschiede zwischen verschiedenen Dingen oder Personen/Personengruppen gibt

Gegenwörter:

Gleichheit

Unterbegriffe:

Einkommensungleichheit

Beispiele:

US-Präsident Barack Obama hat die wirtschaftliche Ungleichheit in seinem Land angeprangert.
Warnungen über die explosiv wachsende Ungleichheit und Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert.[1]
„Unsere demokratischen Gesellschaften stützen sich in der Tat auf eine meritokratische Weltsicht oder zumindest auf eine meritokratische Hoffnung, das heißt den Glauben an eine Gesellschaft, in der Ungleichheiten auf Verdienst und Arbeit eher denn auf Herkunft und Kapitalrendite beruhen.“[2]
„Er verlangt nun radikaler als je zuvor Reformen, ein Ende der Ungleichheit zwischen Schwarz und Weiß und eine Umverteilung des Wohlstands in dem an Bodenschätzen so reichen Land.“[3]
„Ein interessanter Aspekt beim Fliegen ist ja auch, dass es das Verkehrsmittel ist, bei dem die Ungleichheit am größten ist: 80 Prozent der Menschheit haben noch nie im Flugzeug gesessen, und selbst in Deutschland sind im vergangenen Jahr 55 Millionen Menschen mindestens zwölf Monate gar nicht geflogen.“[4]
„Das zentrale Argument, mit dem sie die negativen gesamtgesellschaftlichen Folgen hoher Ungleichheit begründen: Ungleichheit erzeugt Stress.“[5]
„Die vielbeachtete Studie „Gleichheit ist Glück“ (engl. The spirit level) aus dem Jahr 2009 der britischen Gesundheitswissenschaftler:innen Richard Wilkinson und Kate Pickett weist für eine Vielzahl von gesamtgesellschaftlichen Indikatoren durchgängig nach, dass höhere Ungleichheit negative Folgen hat: In ungleichen Gesellschaften ist die Gesundheit der Menschen schlechter, das soziale Vertrauen sinkt, die politische Beteiligung ist geringer, die Demokratie instabiler, die Kriminalität höher, die soziale Mobilität (Aufstiegschancen) geringer.“[5]

Wortbildungen:

Ungleichheitszeichen

Übersetzungen

Wikipedia-Artikel „Ungleichheit
Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Ungleichheit
Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „Ungleichheit
Uni Leipzig: Wortschatz-PortalUngleichheit

Quellen:

  1. Paul Mason: RE: Das Kapital (4/6) - Der Niedergang des Kapitalismus. Deutschlandradio KdöR, Raderberggürtel 40, 50968 Köln, 4. Dezember 2016, abgerufen am 4. Dezember 2016 (Folge 4 von 6).
  2. Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert. C.H. Beck Verlag, München 2014, ISBN 978406671319, Seite 562.
  3. Reymer Klüver: Die letzten Tage des Patrice Lumumba. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014, Seite 140-151, Zitat Seite 145.
  4. Kai Schöneberg, Susanne Schwarz: Streitgespräch über Klimaschutz – Soll die taz noch abheben?. In: taz.de. 3. August 2024, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 5. August 2024).
  5. 5,0 5,1 Corinna Kleinert und andere: Gesamtgesellschaftliche Folgen steigender Ungleichheit. In: Informationen zur politischen Bildung, Heft 354. bpb.de, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, Deutschland, 25. April 2023, Seite 71, abgerufen am 17. Januar 2025.