fleddern

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fleddern (Deutsch)

Person Wortform
Präsens ich fleddere
du fledderst
er, sie, es fleddert
Präteritum ich fledderte
Konjunktiv II ich fledderte
Imperativ Singular fleddere!
Plural fleddert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gefleddert haben
Alle weiteren Formen: Flexion:fleddern

Worttrennung:

fled·dern, Präteritum: fled·der·te, Partizip II: ge·fled·dert

Aussprache:

IPA:
Hörbeispiele: Lautsprecherbild fleddern (Info)
Reime: -ɛdɐn

Bedeutungen:

Leichen oder Menschen ausplündern, die nicht verteidigungsfähig sind.
(scherzhaft) Sachen oder Gegenstände hernehmen, die unbeaufsichtigt draußen herumstehen.

Herkunft:

Das Wort kommt von gleichbedeutend „fladern“ aus dem Rotwelschen[1], dort ursprünglich wohl in der Bedeutung „waschen“.[2] Wohl identisch zu mittelhochdeutsch vlederen[3]; belegt ist zudem schon althochdeutsch fledarôn.[4]

Synonyme:

plündern, ausrauben, brandschatzen, überfallen
beklauen, plündern, stibitzen

Beispiele:

Die Räuber hatten das kleine Dorf gebrandschatzt und heftig gefleddert.
Er hatte schon wieder etliche Schraubenzieher von der offenen Baustelle gefleddert.

Wortbildungen:

zerfleddern
Fledderer, Fledderin, Leichenfledderei

Übersetzungen

Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „fleddern
Uni Leipzig: Wortschatz-Portalfleddern

Quellen:

  1. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin/ New York 2002, Artikel: Leichenfledderei. ISBN 3-11-017472-3
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Eintrag „fleddern“.
  3. Vgl. Duden, Das Herkunftswörterbuch, ebd.
  4. Lutz Mackensen: Ursprung der Wörter: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, VMA, 1994, Seite 135 (Fledermaus) und Seite 439 (zerfleddern).